Schriftgröße A A A

Psychosoziale Beratungsstelle Leibnitz

Psychologische Diagnostik

Die Aufgaben der klinisch-psychologischen Diagnostik bestehen in der Beschreibung, Klassifikation, Erklärung, Prognose und Evaluation von psychischen Erkrankungen sowie von psychischen Aspekten körperlicher Erkrankungen. Es werden psychologische
Stellungnahmen, Befunde und Gutachten erstellt. Eine psychologische Diagnostik hat das Ziel, unterschiedliche Verhaltensweisen, Erlebnisformen, Haltungen, Intelligenzleistungen und Persönlichkeitsmerkmale festzustellen. Der diagnostische Prozess ist als hypothesen- und theoriengeleitetes Handeln zu verstehen, das von psychologischen Modellen und Theorien ausgeht und sich verschiedener psychologischer Instrumente (Checklisten, strukturierte Leitfäden, Interviews, Testverfahren) bedient. Dazu wird zuerst die persönliche Lebens- und Krankengeschichte erhoben. Anschließend können Tests durchgeführt werden. Bei den Testverfahren unterscheidet man Entwicklungs-, Intelligenz- und Persönlichkeitstests.

In der Diagnostik orientieren sich klinische Psychologinnen und Psychologen sowohl an
theoretisch fundierten und empirisch begründeten psychologischen Konzepten, als auch an -
in der Klassifikation psychischer Störungen international gebräuchlichen -
Klassifikationsschemata (ICD-10, DSM-IV). Die Diagnose bildet die Grundlage für die
anschließende klinisch-psychologische Behandlung oder Psychotherapie.